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Google Print Ads: Restplatzvermarktung für Print-Anzeigen vor dem Aus

Wed, Jan 21, 2009

Allgemein

Google hat heute bekannt gegeben, dass der Verkauf von Werbung in Print-Titeln künftig eingestellt wird. Das Geschäft mit Print-Anzeigen habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht und werde daher am 28. Februar eingestellt. Google beendet damit seine Initiative, den erfolgreichen Marktplatz für Online-Werbung auf den klassischen Print-Markt auszuweiten. Das Angebot wurde vor etwa zwei Jahren in Kooperation mit ca. 50 amerikanischen Tageszeitungen gestartet. Zuletzt sollen 800 Zeitungen an dem Marktplatz beteiligt gewesen sein.

Die Idee hinter Google Print Ads war eine Restplatzvermarktung für Print-Anzeigen zu etablieren. Werbekunden konnten für nicht verkaufte Anzeigen bieten. Die Entscheidung, ob der Werbeplatz an den Bieter geht, konnte direkt durch den Verlag entschieden werden.

Die Beimischung von Restplatzangeboten und performanceorientierter Werbeleistung hat sich zumindest im Internet mehr oder weniger stark etabliert und sichert Publishern eine planbare Erlösquelle. Auch wenn in guten wirtschaftlichen Phasen solche Initiativen eher gemindert oder zumindest nicht mehr “öffentlich” kommuniziert werden, gehört der starre Verkauf von Werbung nach Preisliste eher zu den Mythen des Internets.

Fraglich bleibt, wie ein breites Angebot an hochwertigem Content sowohl im Internet als auch in Print-Titeln künftig finanziert werden kann. Können Publisher durch einen offenen Marktplatz für Werbeleistung mit Bietsystem genügend Erlöse erzielen, um hochwertige redaktionelle Arbeit zu leisten? Oder gehört die Zukunft den Presseagenturen? Wie stark werden Redaktionen schrumpfen? Werden Nachrichtendienste künftig noch stärker als heute den Content von Nachrichten-Portalen bestimmen und Meldungen künftig lediglich zur Vermeidung von Duplicate Content bearbeitet anstatt sie zu kommentieren?

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